Der Kölner Dom
Was wäre, wenn wir eines Tages erfahren würden, dass unsere
gesamte Menschheitsgeschichte, so wie sie uns in der Schule und an der
Universität vorexerziert wurde, nicht stimmt? Und angenommen, es wäre so, würde
man es zugeben, ganz offiziell und die Geschichtsbücher ändern?
Als ich das erste Mal nach der Wende, also nach der Wieder-vereinigung, in Köln
war und vorm Kölner Dom stand, spürte ich, dass hier irgendwas nicht stimmt. Es
war nicht nur das Sakrale, was auf mich wirkte oder das rein Ästhetische,
sondern vor allem die Architektur, also das Bautechnische. Allein die Anordnung
der Schiffe, die Geometrie, die den Goldenen Schnitt erahnen lässt, die
Gestaltung der Fenster, ganz abgesehen von den Figuren … All das sollen
Menschen des Mittelalters erschaffen haben, die kaum baustatische Kenntnisse
hatten und nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum gebaut haben? In einer Zeit,
wo die Kloake noch neben den Fußwegen herfloss? Von wo hatte man die
Bauhandwerker eingeflogen, die über so ein umfangreiches Wissen verfügten,
woher die Architekten? Doch noch während mir diese Fragen im Kopf herumgingen,
stand ich vor einer Metalltafel, auf der eingraviert war, dass der Dom im 12.
Jahrhundert gebaut wurde und dass der Bau einige Jahrzehnte oder gar
Jahrhunderte gedauert hat. Ist ja lange genug, denkt man dann und geht zur
Tagesordnung über. Ich hab das damals auch gedacht. Denn was will man machen,
wenn es dort steht, sogar eingraviert in eine Metallplatte, die die Stadtverwaltung
hat aufstellen lassen. Man geht nicht davon aus, dass das, was dort steht,
nicht stimmt. Warum auch.
Die Geheimoperation von 1946
Ähnliche Gedanken müssen die zwölf Militäringenieure des United States Army Core of Engineers gehabt haben, als sie 1946 den
Auftrag erhielten, die Schäden am Kölner Dom zu begutachten. Vor allem ging es
um eine strukturelle Analyse, um die Stabilität der Fundamente zu bewerten.
Denn die Frage, die sich die Ingenieure stellten, lag im Grunde auf der Hand,
gewissermaßen vor aller Augen. Wie konnte ein Gebäude aus dem Mittelalter einer
Bombardierung standhalten, die alles drum herum in Schutt und Asche legte?
Doch nach sieben Tagen geschah etwas völlig Unerwartetes. Etwas so
Verstörendes, dass die gesamte Aktion, die nach 14 Tagen beendet sein sollte,
in eine streng geheime Operation umgewandelt wurde, die am Ende ganze acht
Monate dauerte. Folgendes war geschehen: Als die Ingenieure die Krypta
untersuchten und eingestürzte Deckensteine beiseite räumten, gelangten sie über
einen Durchgang nach unten. In eine Tiefe, die alles in den Schatten stellte,
was sie erwartet hatten. Schließlich stießen sie auf die Fundamente. Doch das
waren keine Fundamente aus dem Mittelalter, auch nicht aus der Römerzeit,
sondern aus einer Epoche, die es laut offizieller Geschichtsschreibung gar
nicht gibt. Die Steinblöcke, die einer der Ingenieure als gigantisch bezeichnete, wiesen keinerlei Werkzeugspuren auf, nur
Fugen, so präzise, dass keine Rasierklinge hindurchpasst. Noch dazu aus einem
Material, das keiner bekannten Steinart entspricht. Diese Fundamente liegen
unter den römischen Fundamenten, was den Schluss nahelegt, dass sie schon vor
den Römern dort waren.
Bis heute sind die Militärakten der Operation
Ausgrabung 1946(1) unter Verschluss. Dass von dem Fall überhaupt etwas durchdrang,
liegt daran, dass Jahrzehnte später Fragmente auftauchten, die sich im Besitz
eines pensionierten Offiziers befinden. Doch das hätte noch lange nicht
ausgereicht, den Fall publik zu machen. Erst durch das Aufkommen digitaler Videoportale
war es möglich, solche Informationen zu verbreiten, sodass nun – 80 Jahre
später – die Wahrheit ans Licht kommt. Denn am Beispiel des Kölner Doms
lässt sich zweifelsfrei ablesen, dass unser gesamtes Geschichtsbild auf
tönernen Füßen steht.²
² Auch der Einsturz des Kölner Stadtarchivs vom 3. März 2009 ist in diesem Zusammenhang zu sehen
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